Händewaschen beseitigt Zweifel

Kognitive Dissonanz wird im Fachjargon als ein unangenhmer Gefühlszustand beschrieben, der auftritt, wenn sich zwei oder mehrere Kognitionen (Meinungen, Absichten, Einstellungen etc.) nicht miteinander vereinbaren lassen. Ist erstmal eine Entscheidung getroffen worden, rechtfertigt eine Person ihre Entscheidung möglicherweise durch Abwertung der nicht preferierten Entscheidung oder sie sucht nach Gründen, die ihre Entscheidung als die klar bessere Wahl erscheinen lässt.

Verschiedene Studien haben bereits gezeigt, dass sich Menschen im wahrsten Sinne des Wortes von Schuldgefühlen reinwaschen können. [Link]Wissenschaftler aus Michigan zeigten nun, dass sich durch Händewaschen auch Restzweifel beseitigen lassen, die moralisch nicht schwerwiegend sind. Das genaue Experiment kann man hier nachlesen.

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Existiert ein „Inneres Ohr“?

Auf den Seiten der „Gehirn & Geist“ erschien ein frischer Artikel zu meinem liebsten Themengebiet, der Grundlagenpsychologie. Forscher der University of Southern California zeigten auf, dass der alleinige Gedanke an ein bestimmten Klang, das Hörzentrum ähnlich aktiviert, wie der tatsächliche Klang. Dazu wurde eigens ein Computerprogramm geschrieben, das die durch das fMRT erhaltenen Daten von Probanden, die einen Stummfilm sahen, auswertete und später auch den Bildinhalt erkennen konnte. Die Forscher sprechen sich für eine Existenz eines ‚Inneren Ohrs‘ aus, da je stärker die Probanden während des Stummfilms an ein Geräusch dachten, umso besser erkannte das Computerprogramm den jeweiligen Inhalt des Bildes.

‚Depressive konsumieren mehr Schokolade‘

Über diese Aussage sind sich die Forscher der University of California noch nicht ganz sicher. Zum einen wurde als Erhebungsverfahren eine Querschnittsstudie (1000 Probanden) durchgeführt, die nur eine ‚Momentaufnahme‘ einer aufgestellten Hypothese testet. Darin konnte allerdings nachgewiesen werden, dass Depressive weit mehr Schokolade konsumieren, als Nichtdepressive. Eine Kompensation mit anderen Lebensmitteln konnte ausgeschlossen werden. Zum anderen besteht bei dieser Untersuchung das ‚Henne-Ei-Problem‘ – die Forscher rätseln noch, ob der übermäßge Verzehr von Schokolade die Depression verursacht, oder zu deren Linderung beiträgt. Alle Einzelheiten hierzu, findet man hier.

Artikel „Neuro-Enhancement“ und „Wahrnehmungsblockade“

Zwei interessante Artikel sind mir heute auf der Seite von Zeit.de aufgefallen. Der erste Artikel ist ein Interview mit dem Psychiater Klaus Lieb über Neuro-Enhancement, oder zu deutsch, Hirndoping.

Der zweite Artikel zitiert die neuesten Forschungsergebnisse aus Princeton. Die Forscher postulieren, dass unser Gehirn, soll es sich auf mehrere Ausprägungen von ein und demselben Merkmal konzentrieren, sich diese Ausprägungen gegenseitig in der Wahrnehmung blockieren. Den ganzen Artikel zur ‚Wahrnehmungsblockade‘ gibt es hier zu lesen.