Cat content zum Wochenstart

Was passiert, wenn man seine Katze auf die „Rotating Snakes“ von Akiyoshi Kitaoka schauen lässt.

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Kino-Neustart „Die Summe meiner einzelnen Teile“

Wer sich für das Wochenende überlegt mal wieder ins Kino zu gehen, sollte Hans Weingartner neueste Produktion „Die Summe meiner einzelnen Teile“ in die engere Auswahl nehmen. Bekannt geworden ist der österreichische Filmemacher u.a. durch sein erfolgreiches Debüt „Das weisse Rauschen“, in dem der 21-jährige Lukas nach dem Konsum von psychoaktiven Pilzen, paranoide Wahnvorstellungen entwickelte.

Handlung
Der Mathematiker Martin hatte alles, was man für ein zufriedenes Leben brauchte. Eine tolle Anstellung, die Karriere lief vielversprechend, er hatte eine Freundin. Aufgrund beruflicher Überanstrengung brach er eines Tages zusammen und wurde darauf hin in die Psychiatrie eingewiesen. Nach seiner Genesung verlor er seinen Job, die Wohnung wurde ihm gekündigt und seine Freundin hatte sich während seines Klinikaufenthaltes anderweitig umgeschaut. Martin, der sein Leben mittels der Mathematik organisiert und strukturiert, bekommt immer mehr Probleme, seinen Alltag zu regeln. Beistand erhält Martin einzig von einem kleinen, nur russisch sprechenden Jungen. Im nahegelegenen Wald bauen sie gemeinsam eine Hütte und erkunden die Umgebung. Lange dauerte diese „gute“ Zeit nicht an.

Sollte jemand den Film gesehen haben, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Schönes Wochenende!

Film-Homepage

TV Tipp, VOX, 20:15 Uhr

Heute Abend überträgt der Sender VOX die fast vierstündige DokumentationWenn die Seele Trauer trägt – Wege aus der Lebenskrise“. Menschen des öffentlichen Lebens, wie z.B. Sven Hannawald berichten über ihre Zeit in der Krise. Für alle Interessieren, hier der ‚Klappentext‘:

Der dramatische Tod von Fußballprofi Robert Enke hat die Öffentlichkeit aufgerüttelt. Wie kann es sein, dass ein junger erfolgreicher Sportler seinem Leben freiwillig ein Ende setzt? Und warum ist das Thema Depression in Deutschland nach wie vor ein Tabu? Neu ist nicht, dass es Prominente trifft. Neu ist vor allem, dass Teresa Enke unmittelbar nach dem Tod ihres Mannes so offen über dessen Depression gesprochen hat. Denn obwohl die Krankheit mit ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen zur Volkskrankheit Nummer eins avanciert ist, wird sie verschwiegen und verheimlicht. Dabei sind allein in Deutschland rund vier Millionen Menschen betroffen. Doch wer sich zu der Erkrankung bekennt, muss mit Vorurteilen kämpfen. ‚Reiß‘ dich doch zusammen, lass‘ dich nicht so hängen!‘ Nicht nur im Profi-Fußball gilt die Diagnose Depression als beruflicher Selbstmord. Die Konsequenz: Viele Betroffene leiden jahrelang, ohne die Krankheit zu erkennen. Oft bemerken nicht einmal die Ärzte die Symptome. So wie Andreas Biermann, ehemaliger Fußballprofi beim Hamburger Club FC St. Pauli. Jahrelang versuchte er seinen Suizidversuch und seine Schlafstörungen herunterzuspielen – bis zum Tod von Robert Enke. Als Andreas die Pressekonferenz von Teresa Enke verfolgte, wurde ihm klar: Auch er leidet unter Depressionen. Er begab sich umgehend in Behandlung. Wer mit psychischen Problemen kämpft, ist in unserer auf Effizienz und individuellem Vorankommen ausgerichteten Leistungsgesellschaft schnell ein Außenseiter. Dabei zieht der Befund ‚Depression‘ oder ‚Burnout‘ in Zeiten von Wirtschaftskrise und Zukunftsangst auch in Führungsetagen immer weitere Kreise. Prof. Miriam Meckel, erfolgreiche Kommunikationswissenschaftlerin und Medienexpertin hat beruflich viel erreicht: 1999 ist sie die jüngste Lehrstuhlinhaberin Deutschlands. Zwei Jahre später wird sie Staatssekretärin und Regierungssprecherin von Nordrhein-Westfalen. Ein Leben auf der Überholspur. In arbeitsintensiven Hochphasen schläft sie pro Nacht nur drei Stunden. Bis sie zusammenbricht. Diagnose: schwerer Erschöpfungszustand. In einem Buch verarbeitet sie ihre Krise. Auch Sven Hannawald, ehemaliger Skisprung-Weltmeister war nach jahrelangem Hochleistungssport am Ende seiner Kräfte: 2004 musste er seine Karriere wegen eines Burnouts beenden. Nach einer erfolgreichen Psychotherapie kehrte er Anfang des Jahres in den Sport zurück: Als Rennfahrer findet er jetzt wieder den Kick, den er für ein ausgefülltes Leben braucht. Selbstzerstörung kennt viele Gesichter – Daniela litt unter Selbsthass und fügte ihrem Körper über Jahre schwere Verletzungen zu. Die 20-Jährige war an einer Borderline-Störung erkrankt. Monatelang musste sie in einer Jugendpsychiatrie behandelt werden. Seit einiger Zeit hat sie die Krankheit überwunden. Sie ist verlobt und hat gerade ihr Abitur bestanden. Ihr sehnlichster Wunsch: ein Medizinstudium. SPIEGEL TV porträtiert Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen in eine Situation existentieller Not und Auseinandersetzung mit sich selbst geraten sind und die Krise überwunden haben. Schwerpunkt des Films ist eine Langzeitstudie, für die SPIEGEL TV betroffene Männer und Frauen über Monate und Jahre begleitet hat und ein Bild ihrer Lebenswege durch sämtliche Höhen und Tiefen zeichnet. Interviewpartner: Sven Hannawald (Skispringer) Jörg Neblung (Freund und Berater von Robert Enke) Sarah Kuttner (Moderatorin, schrieb ein Buch über Depressionen) Hartmut Engler (Sänger ‚PUR‘) Gunter Gabriel (Musiker) Professor Borwin Bandelow (Psychiater) Prof. Miriam Meckel (schrieb ein Buch über Burnout) Andreas Biermann (Fußballspieler)

Trailer 1
Trailer 2
Trailer 3

Schönes Wochenende!

Von Mäusen und Menschen

Forscher aus Utah haben zum ersten Mal einen Nachweis erbracht, dass psychische Erkrankungen auf einen Defekt im Immunsystem zurückzuführen sind. Mäuse können, wie Menschen, an Trichotillomanie (DSM-IV 312.39) erkranken. Bei dieser Zwangsstörung reißen sich Betroffene die eigenen Haare heraus. Bei betroffenen Mäusen ist schon seit Längeren bekannt, was diese Erkrankung auslöst – das Gen Hoxb8. Dieses mutierte und veränderte Mikroglia Zellen, spezielle Immunzellen im Gehirn.

Nun wurde bei erkrankten und gesunden Mäusen eine Knochenmarktransplantation mit gesundem resp. erkranktem Mark durchgeführt. Ergebnis. Erkrankte Mäuse wurden gesund, gesunde Artgenossen erkrankten.

Eine Therapie für den Menschen stellt eine Knochenmarktransplantation allerdings nicht dar (geeigente Spender selten, hohe Kosten, zu hohes Risiko). Jedoch liefern diese neuen Erkenntnisse hilfreiche Anhaltspunkte, wie evtl. Zusammenhäge zwischen Immundefekten und psychischen Erkrankungen aussehen könnten.

Quelle